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Schlag ins Gesicht eines jeden brav zahlenden Arbeitnehmers… November 30, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Politik & Wirtschaft.
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Heute fand sich in der FTD folgende neue Beamtenposse:
„Bundesagentur für Arbeit wird Großanleger – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine Verwendung für ihre Milliardenüberschüsse gefunden: Das Geld soll arbeiten – an der Börse. Die BA rechnet mit jährlichen Erträgen in Millionenhöhe.“
Damit übertrifft sich der gemeine Beamte mal wieder selbst. Millionen von Arbeitnehmer drücken monatlich knapp die Hälfte ihres Bruttogehalts – in wessen Taschen auch immer – ab. Nun ist es tatsächlich der chronisch defizitären Bundesanstalt gelungen, Überschüsse zu erzielen. Aber anstatt diese – wie jeder normal denkende Mensch vermuten würde – an diejenigen zurück zu erstatten, die gezahlt haben, steigt die Agentur nun als Großzocker ein. Ist den inzwischen jegliche Moral auf der Strecke geblieben? Sollte das Geld nicht tatsächlich an die zurück erstattet werden, die es auch durch ihre eigene Arbeitsleistung erwirtschaftet haben? Sollte man nicht mit den Mehrerlösen versuchen, den zarten Konkunkturaufschwung zu stützen, indem man durch eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung versucht, den Binnenkonsum anzukurbeln? Reicht nicht eine Erhöhung der MwST. auf 19% nächstes Jahr, um den Hoffnungsschimmer einer Konjunkturerholung abzuwürgen? Fragen über Fragen!

Ackermann zahlt 3,2 Millionen und ist frei, ist das fair? November 29, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Tagesausblick.
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Josef Ackermann kann sich freikaufen, indem er eine Zahlung von 3,2 Millionen Euro leistet. Wie der Spiegel berichtet, muss der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann davon allein 3,2 Millionen Euro übernehmen, sein Mitangeklagter Klaus Esser, Ex-Mannesmann-Chef, trägt 1,5 Millionen Euro. Hier stellt sich für mich die Frage, ist das wirklich fair? Indem das Gericht eine Strafe verhängt, erkennt es doch an, dass Ackermann schuldig ist. Andererseits lässt es ihm aber doch die Möglichkeit, sich durch Zahlung der genannten Summe freizukaufen. Ob dies auch für „Otto-Normalbürger“ möglich wäre? Entweder er ist schuldig und wird bestraft, oder aber, er ist unschuldig, und geht auch ohne Geldstrafe aus. Dieser nun gewählte „Kompromiss“ lässt doch wieder einen extrem faden Beigeschmack zurück. Fazit: Ich überfalle eine Bank, raube 10 Millionen Euro, aber auch erwischt. Ich werde schuldig gesprochen und muss zur Strafe 2 Millionen Euro zahlen, bin aber frei. Ist das fair?

Das ist es noch nicht gewesen mit der Korrektur… November 29, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Euro/Dollar.
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Tja, letzten Freitag drüber geschrieben und tatsächlich ging es danach prompt abwärts, und das nicht zu wenig. Der DOW hat seit dem Beitrag mehr als 250 Punkte gelassen und auch der DAX ging etwas in die Knie. Beim Euro ist die Spekulation voll aufgegangen, wie ich schrieb, haben wir nach dem Überwinden der 1,30 erst mal einen ordentlichen Sprung gemacht. Kurzfristig: so weit so gut. Aber das ist es auf keinen Fall gewesen. China beginnt, seine riesigen Dollarreserven – zumindest einen kleinen Teil davon - in Euro zu tauschen. Das bringt zwar im ersten Moment nicht viel, wichtig ist hier aber die Signalwirkung. Der Euro wird nach und nach zur zweiten (ok, evtl. dritten, wenn man Yen dazurechnet) Reservewährung. Und mit jedem neuen Handelsbilanz- und Staatsdefizit in Amerika wird sich dieser Trend verstärken, evtl. auch mal in Richtung 1,50 Dollar. Zwar hat nun auch Norbert Walter (bekanntermaßen Chefstratege der Deutschen Bank) die 1,40 ausgerufen, was eigentlich häufig als Kontraindikator betrachtet werden kann, aber hier sollte er durchaus Recht behalten. Also, lange Rede, kurzer Sinn: DAX in den nächsten Monaten seitwärts, eher Richtung 5800, DOW Richtung 11.000 und Euro Richtung 1,45

Läuten wir heute die große Trendwende am Aktienmarkt ein?? November 24, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt.
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Die Futures in Amerika stehen alle auf dunkelrot. Auch am hießigen Aktienmarkt sind alle Pfeile stark nach Süden ausgerichtet, DAX -1,5 Prozent. Aber denken wir mal nicht so kurzfristig. Mittelfristig sollte auch erst mal mit dem steilen Anstieg Schluss sein. Der Euro explodiert nahezu und springt in Richtung 1,31 Dollar. Das tut dem Exportweltmeister Deutschland überhaupt nicht gut, zumal am Horizont der „Silberstreif“ der Mehrwertsteuererhöhung immer „heller“ leuchtet. Und wenn man bedenkt, dass nahezu alle Jahresendziele der großen Banken für den DAX schon hinter uns liegen, sind auch hier die Aussichten nicht unbedingt gut. Meine Meinung aktuell: Neutral bis Short in Aktien, Neutral in Renten, leicht Long in EUR/DOLLAR, wobei es hier erst mal eine kurze technische Gegenreaktion zurück zu 1,30 geben sollte. Kommentare, auch kritische, gerne Willkommen.

So, die 1,30 ist gefallen… November 24, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Euro/Dollar.
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… und das mit Furore. Das war schon ein heftiger Sprung, den der Euro soeben (09.30 Uhr) vollzogen hat. Insbesondere im Future war das glatt mal ein Sprung von über einem Cent in zwei Minuten. Da hat es wohl doch jede Menge Stopps im Markt ausgelöst. Wohl dem, der dabei war. Kurzfristig sollte der Euro erst mal etwas zurück kommen, fundamental ist aber noch jede Menge Luft nach oben. Die 1,36 warten auf uns.

 euro_dollar_24112006.png Quelle: yahoo



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Euro/Dollar strebt unaufhaltsam auf 1,30 zu November 23, 2006

Posted by kapitalmarktexperten in Euro/Dollar.
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Tja, das scheint aktuell eine relativ einfache Spekulation zu sein, einfach long im Euro und zusehen, wie er die 1,30 knackt. Aber wenn´s doch wirklich immer so einfach wäre. Trotzdem scheint diesmal ist der Trend wirklich wie aus dem Lehrbuch. Und das wir heute noch die 1,30 sehen, scheint mir ziemlich sicher zu sein. Inbesondere, wenn man die gestrigen Arbeitsmarktzahlen aus USA mit einbezieht, die doch deutlich schlechter als erwartet ausfielen. Und dann noch den heutigen ifo Geschäftsklimaindex für November, der mit 106,8 deutlich  über den Erwartungen (105,1 nach zuvor 105,3) ausfiel.  Und auch der  Index für die Geschäftslage für November notiert deutlich über den Erwartungen. 

Und langfristig sollte man auch das exorbitante Außenhandels- und Leistungsbilanzdefizit der Amerikaner nicht aus den Augen verlieren, das dem Euro auch langfristig genügend Perspektive verleiht. Aber das geht schon wieder zu sehr in die tiefen Sphären der Makroökonomie, die an anderer Stelle und bei einem Glas Roten diskutiert werden sollten.