US-Arbeitslosenquote im Rahmen der Erwartungen Dezember 8, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Euro/Dollar.add a comment
OK, lange und gespannt haben wir drauf gewartet, dann ist doch nichts Spektakuläres passiert. Die US-Arbeitslosenquote für November wurde soeben mit 4,5 Prozent veröffentlicht. Dies liegt genau im Rahmen der Erwartungen von 4,4 bis 4,5 Prozent und bestätigt, dass die US-Wirtschaft weiter auf Kurs bleibt. Flüsterschätzungen gingen von einer etwas gestiegenen Arbeitslosenquote aus. Bleibt nun die Frage, ob diese guten Zahlen Einfluss auf die nächste Zinsentscheidung der FED haben werden. Bisher wird von einer Zinspause ausgegangen, sollten jedoch zukünftige Wirtschaftsdaten – anders als die zuletzt veröffentlichten – wieder Signale in Richtung deutlichers Wirtschaftswachstum anzeigen, besteht hier seitens der FED durchaus die Möglichkeit weiterer Zinserhöhnungen. Interessant werden daher die nächsten Inflationsdaten sein, evtl. mehr noch als die Arbeitsmarktdaten. Kurzfristig sollten die eben veröffentlichten Zahlen dem Aktienmarkt unterstützen, mittelfristig jedoch die Zinsängste überwiegen und negativ auf die Aktienmärkte einwirken.
Die gut ausgefallene Arbeitslosenquote hat den Euro erst mal kurzfristig etwas gen Süden geschickt, mit der gestrigen Zinserhöhung der EZB sowie evtl. weiter folgender Zinserhöhungen in den nächsten Monaten sollte der Euro in den nächsten Wochen jedoch wieder deutlich Fahrt aufnehmen.
Die Woche in Zahlen… Dezember 4, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt.add a comment
Nachdem letzte Woche die makroökonomischen Daten aus Übersee zu deutlichen Einbußen an den Märkten, insbesondere den europäischen (und hier leider insbesondere beim DAX), geführt haben, stehen auch diese Woche wieder sehr wichtige Daten vor der Veröffentlichung. Besonders zu erwähnen sind hierbei:
Montag: 16.00 Uhr Veröffentlichung der Zahlen zum US-amerikanischen Index zu den anstehenden Hausverkäufen (Pending Home Sales Index) für Oktober 2006 => hier wird sich zeigen, inwieweit sich der Immobilienmarkt in den USA abkühlt und ob wir eine harte oder weiche Landung sehen werden;
Dienstag: 14.30 Uhr Veröffentlichung der revidierten Zahlen zur Produktivität der Arbeit (Productivity) für das dritte Quartal 2006 und Veröffentlichung der revidierten Zahlen zu den Lohnstückkosten (Unit labor costs) für das dritte Quartal 2006
Dienstag: 16.00 Uhr Veröffentlichung der Zahlen zum ISM Dienstleistungsindex (ISM Non-Manufacturing Index) für November 2006;
Mittwoch: 16.00 Uhr Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Industrieaufträgen (Factory Orders) für Oktober 2006;
Donnerstag: 14.30 Uhr Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Initial Jobless Claims) für die Vorwoche;
Freitag: 14.30 Uhr Veröffentlichung der Zahlen zur US-amerikanischen Arbeitslosenquote (Unemployment Rate) für November 2006, Veröffentlichung der Zahlen zur US-amerikanischen Arbeitslosenquote (Unemployment Rate) für November 2006, Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen (Hourly Earnings) für November 2006
Freitag: 16.00 Uhr Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universtät Michigan (Michigan University Consumer Sentiment) für Dezember 2006 ==> die sicherlich wichtigste Zahl der Woche
Stimmung verschlechtert sich – Wochenrückblick und Wochenvorschau Dezember 3, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Euro/Dollar.add a comment
Nach erneut schlechten US-Konjunkturdaten vom Freitag verschlechtert sich die allgemeine Stimmungslage weiter. Der DAX verliert erneut massiv und reisst mehrere wichtige Unterstützungslinien nach unten. Gleichzeitig klettert der Euro unaufhaltsam weiter in Richtung neue Höchststände. Bisher ist hier seit der 1,30 jegliche Korrektur ausgeblieben. Dies deutet auf ein sich generell veränderndes makroökonomisches Umfeld und auf Verschiebungen im Währungsumfeld. Ich halte weiterhin an meiner Meinung fest, dass wir uns am Anfang einer Korrekturphase befinden, die den Dax in den nächsten Monaten unter die 5.800 drücken kann. An meiner negativen Meinung für die amerikanischen Märkte halte ich ebenfalls fest und sehe auch den Euro weiter in Richtung 1,40 klettern. Die nächsten Wochen werden sich sehr stürmisch gestalten, die Jahresendrallye fällt dieses Jahr, wie auch der Winter, aus.
Ackermann zahlt 3,2 Millionen und ist frei, ist das fair? November 29, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Tagesausblick.add a comment
Josef Ackermann kann sich freikaufen, indem er eine Zahlung von 3,2 Millionen Euro leistet. Wie der Spiegel berichtet, muss der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann davon allein 3,2 Millionen Euro übernehmen, sein Mitangeklagter Klaus Esser, Ex-Mannesmann-Chef, trägt 1,5 Millionen Euro. Hier stellt sich für mich die Frage, ist das wirklich fair? Indem das Gericht eine Strafe verhängt, erkennt es doch an, dass Ackermann schuldig ist. Andererseits lässt es ihm aber doch die Möglichkeit, sich durch Zahlung der genannten Summe freizukaufen. Ob dies auch für „Otto-Normalbürger“ möglich wäre? Entweder er ist schuldig und wird bestraft, oder aber, er ist unschuldig, und geht auch ohne Geldstrafe aus. Dieser nun gewählte „Kompromiss“ lässt doch wieder einen extrem faden Beigeschmack zurück. Fazit: Ich überfalle eine Bank, raube 10 Millionen Euro, aber auch erwischt. Ich werde schuldig gesprochen und muss zur Strafe 2 Millionen Euro zahlen, bin aber frei. Ist das fair?
Das ist es noch nicht gewesen mit der Korrektur… November 29, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt, Euro/Dollar.add a comment
Tja, letzten Freitag drüber geschrieben und tatsächlich ging es danach prompt abwärts, und das nicht zu wenig. Der DOW hat seit dem Beitrag mehr als 250 Punkte gelassen und auch der DAX ging etwas in die Knie. Beim Euro ist die Spekulation voll aufgegangen, wie ich schrieb, haben wir nach dem Überwinden der 1,30 erst mal einen ordentlichen Sprung gemacht. Kurzfristig: so weit so gut. Aber das ist es auf keinen Fall gewesen. China beginnt, seine riesigen Dollarreserven – zumindest einen kleinen Teil davon - in Euro zu tauschen. Das bringt zwar im ersten Moment nicht viel, wichtig ist hier aber die Signalwirkung. Der Euro wird nach und nach zur zweiten (ok, evtl. dritten, wenn man Yen dazurechnet) Reservewährung. Und mit jedem neuen Handelsbilanz- und Staatsdefizit in Amerika wird sich dieser Trend verstärken, evtl. auch mal in Richtung 1,50 Dollar. Zwar hat nun auch Norbert Walter (bekanntermaßen Chefstratege der Deutschen Bank) die 1,40 ausgerufen, was eigentlich häufig als Kontraindikator betrachtet werden kann, aber hier sollte er durchaus Recht behalten. Also, lange Rede, kurzer Sinn: DAX in den nächsten Monaten seitwärts, eher Richtung 5800, DOW Richtung 11.000 und Euro Richtung 1,45
Läuten wir heute die große Trendwende am Aktienmarkt ein?? November 24, 2006
Posted by kapitalmarktexperten in Aktienmarkt.add a comment
Die Futures in Amerika stehen alle auf dunkelrot. Auch am hießigen Aktienmarkt sind alle Pfeile stark nach Süden ausgerichtet, DAX -1,5 Prozent. Aber denken wir mal nicht so kurzfristig. Mittelfristig sollte auch erst mal mit dem steilen Anstieg Schluss sein. Der Euro explodiert nahezu und springt in Richtung 1,31 Dollar. Das tut dem Exportweltmeister Deutschland überhaupt nicht gut, zumal am Horizont der „Silberstreif“ der Mehrwertsteuererhöhung immer „heller“ leuchtet. Und wenn man bedenkt, dass nahezu alle Jahresendziele der großen Banken für den DAX schon hinter uns liegen, sind auch hier die Aussichten nicht unbedingt gut. Meine Meinung aktuell: Neutral bis Short in Aktien, Neutral in Renten, leicht Long in EUR/DOLLAR, wobei es hier erst mal eine kurze technische Gegenreaktion zurück zu 1,30 geben sollte. Kommentare, auch kritische, gerne Willkommen.